Alicia Kremser

unbecoming sea

Video-Installation, loop
Juli 2019

Die Installation ist in einem Raum verortet, der Projektionen auf fünf verschiedenen Flächen umfasst. Das Video ist wechselnd auf den unterschiedlichen Projektionsflächen zu sehen. Während eine Projektion aktiv ist, sind die anderen inaktiv, nur in einigen prägnanten Momenten werden alle Flächen gleichzeitig bespielt. Im Raum sind außerdem Musik und ein Gedicht zu hören, das von drei verschiedenen Stimmen gesprochen wird. Video und Audio sind synchronisiert und wiederholen sich in einem endlosen Loop. Das Publikum kann sich im Raum frei bewegen und die Installation beliebig betreten oder verlassen.

unbecoming sea zeigt den Körper im Wandel von Verletzlichkeit und Stärke in einem Prozess des Loslassens. Es ist ein Streben nach dem Metaphysischen in einer scheinbar unendlichen Transformation. Durch Bewegung verschmilzt der physische mit dem mentalen Körper und bringt ihn ein Stück näher zum Metaphysischen. Die Entblößung, die dabei stattfindet, symbolisiert vollkommene Offenheit, der einzige Weg, Stärke zu entwickeln. Die Darstellung wird zur ungreifbaren utopischen Parallelwelt, die dazu einlädt, für einen Moment zu träumen und den Transformationsprozess dann aus dem Raum hinaus in die Wirklichkeit zu tragen.

Eine der Projektionsflächen besteht aus einem halbtransparenten Fleece-artigem Stoff, dessen Oberfläche sich verändert, wenn er mit Wasser in Berührung kommt. Es tropft stetig Wasser darauf und der Stoff wird mehr und mehr verschwinden, der Prozess kann über die gesamte Dauer der Ausstellung beobachtet werden.

Trailer